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DIY - auch was für die Gastro?

DIY ist in - natürlich kennt man dies eher aus kreativen Home Decor - Blogs mit Artikeln zum Thema "wie mache ich aus meinem Billy Regal ein Gewächshaus". Doch die "do it yourself" - Welle geht weiter - jeder kreiert, gestaltet und entwirft was das Zeug hält. Und da macht man mittlerweile vor gekauften Produkten keinen Halt mehr, denn man möchte etwas "Eigenes", etwas das es nur einmal gibt und das perfekt auf einen zugeschnitten ist - Mass customization in der Fachsprache.

Die Marke "my muesli" kennt mittlerweile jedes Kind. Hier stellt sich der experimentierfreudige Verbraucher sein individuelles Biomüsli zusammen aus über 80 verschiedenen Zutaten. Praktisch im Internet, bekommt es nach Hause geliefert und weiß es ist alles kontrolliert biologisch und ohne Zusätze.


Ein Konzept mit dem auch die Firma "5 cups and some sugar" ein schönes Produkt auf den Markt gebracht hat: Tee zum selbst mischen - online.

Auch Adidas fand dies wohl so interessant, dass es Sneaker zum selbst designen anbietet. Es gibt my perfume.de, myswisschocolate.ch und die kekswerkstatt. Aber auch Bikinis, T-Shirts und Wandtatoos laden zum Selbstkreieren ein.

Argumente, die wohl überzeugen in unserer schnelllebigen Welt voller junger Erfolgsmenschen. Eine Welt, in der man alles angeboten bekommt und in der es deshalb so interessant ist, etwas zu haben, was kein anderer besitzt. Selbst kreiert und eben 100 % nach dem eigenen Geschmack.

So bleibt es uns - Gastronomieverrückten - nun überlassen diesen Trend auch hierauf zu übertragen. McDonalds tat dies vor einiger Zeit mit einem Wettbewerb zum selbst kreierten Burger. Ebenso gibt es da die Frischkäsebrote der Ketten Aran und pano, die man sich nach Belieben mit bis zu drei Aufstrichen zusammen stellen kann. Bei Vapiano kann man die Nudeln zur Sauce aussuchen und beim Zubereiten zuschauen. Aber auch für die "gesund und schnell" - Liebhaber haben die Ketten Dean & David und my Indigo etwas. Hier kann man sich aus verschiedenen Zutaten seinen eigenen Salat beziehungsweise sein eigenes Curry zaubern. Der freundliche my Indigo Mitarbeiter fragt dann noch nach der Schärfe Stufe von 1 bis 5 und ob man zusätzlich zu den obligatorischen Sprossen noch ein paar Nüsse oder Avocado möchte.

Und dann setzt man sich und schaut auf den Teller des Nachbarn und sieht: der hat was ganz anderes, juhu Individualität. Ziel erreicht.

Natürlich gibt es gerade in der Gastronomie unzählige Möglichkeiten diese Konzeption fortzusetzen und seinem Kunden genau die Möglichkeit zu geben. Cocktails, Sandwiches, Burritos und Wraps. Frisch gepresste Fruchtsäfte sind im Kommen, auch hier kann man nach eigenem Belieben kreieren.

Vielleicht ein Anstoß für den ein oder anderen Gastronomen mal die Gäste entscheiden zu lassen. Viel Spaß damit.

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