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Gastrotrends: Italienische Kaffeebars


Mailand, 10 Uhr morgens, der Himmel ist strahlendblau, ein paar kleine weiße Wölkchen dazwischen, die Luft ist schon warm, hier in dem kleinen Café mit weißen Wänden, weißen Regalen und Tischen und einer langen weißen Bar drängeln sich gerade ungefähr 20 Menschen, mit nur einem Bedürfnis "un Caffè", vielleicht mit einem Brioche, mit Puderzucker bestäubt, der sich beim Essen rund um den Mund verteilt. Alternativ gibt's den Cappuccino, der bei den Italienern nur zum Frühstück getrunken wird, er besteht aus einem Caffè und viel cremigem Milchschaum.


Caffè, das ist bei dem Italienern Lebensart, gehört zum Alltag wie das Zähneputzen und wird in jeder willkommenen Pause genossen. Meist in den vielen Espresso Bars, die es in jeder italienischen Stadt zu Hauf zu finden sind. Mit Caffè ist hier allerdings nicht eine große Tasse Filterkaffee gemeint, wie es in Deutschland der Fall wäre. Hier versteht man unter einem Caffè einen kleinen Espresso, gerade genug um ihn mit zwei kräftigen Schluck nach unten zu spülen und danach, nach einigen Sätzen mit dem Nachbarn, wieder ins Büro zu eilen.

Dieser wird in solchen meist sehr modernen Caffè - Bars in großen, chromfarbenen

Siebträgermaschinen hergestellt. Heraus kommt ein Espresso mit fluffiger Crema, bitter würzig duftend. 

Gezahlt wird vorher, das ist für uns Deutsche ein bisschen ungewohnt und zwar an einer kleinen Kasse meist etwas abseits der eigentlichen Bar. Beim Bezahlen sollte man sich ebenso nicht wundern, der Espresso kostet hier tatsächlich traditionell nur einen Euro.

Natürlich, dieses italienische Lebensgefühl ist verführerisch, jeder will es genießen, jeder will ein bisschen Dolce Vita in sein eigenes Leben implementieren. Und genau deshalb sprießen diese kleinen italienischen Kaffeebars auch in deutschen Groß- und vielleicht auch etwas kleineren Städten aus dem Boden. Ein echter Gastrotrend also! Besucht Ihr sie auch so gerne?

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